Kraftorte Teil II
Feminine Sakralkultur der German*innen

Exkursion mit Wissensvermittlung und kreativer Umsetzung

Beginn: , 24. 2019 10:00
Ende: , 24. 2019 18:00

Besuch eines ehemaligen Hexentanzplatzes unterhalb eines Klosters.


Ablauf

Bitte Essen für das gemeinsame Brunch-Buffet mitbringen, ebensfalls eigenes Geschirr und Besteck.
Getränke sind vorhanden.

Bei frühzeitiger Anmeldung kann eine Kinderbetreuung organisiert werden.

Anmeldung: Bitte frühzeitig anmelden unter biwei[at]spir-ird.de, info[at]neuwagenmuehle.de oder 06486/6686

Teilnahmegebühr: 10 €; gerne auch Spende. (gef. v. Land RLP)

Anleitung: Birgit Weidmann

Kinderbetreuung: Nach vorheriger Anmeldung bieten wir zwischen 10 und 18 Uhr für die Kinder eine pädagogische Begleitung an (gef. v. Land RLP.)

Anfahrt und Parken: Es kann mit dem Auto ins Tal gefahren und im Hof der Neuwagenmühle geparkt werden.

 

Unser Anliegen ...

Mit dem Projekt Kraftorte - Auf den Spuren der femininen Sakralkultur der German*innen wollen die heidnischen Hintergründe der Geschichte unserer Wahl-Heimat besser kennen zu lernen.

Deshalb begeben wir uns in diesem Jahr auf die Suche nach der verlorenen Göttin im Einrich und an der Lahn.

Am 15. August ist Mariä Himmelfahrt. Doch vor der Christianisierung war es das Fest der Getreidegöttin, ein Mutter-Göttinnen-Fest, das die Frauen nicht aufgeben wollten.

 

Im Einrich und an der Lahn gibt es verschiedenen Kraftorte, die wir nach und nach besuchen werden.
Die Exkursionen sind auf mehrere Termine verteilt, die noch nicht feststehen.

1. Station: Bilstein im Jammertal (Borbet)
2. Station: Arnstein (Ambet) und
Hollerich (Holle) unterhalb des Arnsteins, ein ehemaliger Hexentanzplatz
3. Station: Wildweiberhöhle unterhalb der Bleidenbacher Höfe (Wilbet)


01 Foto (Leiste): Hollerich, eheml. Hexentanzplatz (Neuwagenmühle)

02 Foto: Salamander (Neuwagenmühle)

03 Foto: Hollerich, eheml. Hexentanzplatz (Neuwagenmühle)

04 Foto: Wildweiberhöhle (Daniela Parr)

05 Foto: Heidnisches Matronenheiligtum in der Eifel (BW)

06 Foto: Fels im Jammertal (Neuwagenmühle)

07 Foto: Hollerich (Neuwagenmühle)

08 Foto unten: Figurinen aus rumänischer Cucuteni-Kultur, Bandkeramik, ca. 5000 v. Chr. (ancientarchives.wordpress.com)

09 Foto unten: Sonnenwendfest: Birgit, Marlene, Jessica (Neuwagenmühle)

10 Foto unten: Blick ins Jammertal (Neuwagenmühle)109 Foto unten: Baum und Sonne (Neuwagenmühle)

11 Foto unten: Hilgertgraben, verläuft von Kördorf ins Jammertal (Neuwagenmühle)

12 Foto unten: Steinskulptur im Dörsbach (Neuwagenmühle)

13 Foto unten: Bigit Weidmann (Neuwagenmühle)


Gleichstellung von Frau und Mann

Die Stellung der Frauen in unserer germanischen Vorkultur

Frauen in unserer germanischen Vorkultur waren hoch angesehene Seherinnen.
In der Edda wird eine Seherin Heid genannt.
Demnach bezeichnet der von den deutschen Christen eingeführte Begriff "Heidentum" eine altgermanische Seherinnen-Kultur.

Jede Sakralkultur spiegelt die soziale Kultur einer Menschengemeinschaft - und umgekehrt.
Die Große Göttin war für unsere Vorfahren sehr wichtig. Überall trat sie in einer Dreiergruppe auf. Im Rheinland gab es die drei Matronen, in Deutschland und Österreich die drei Beten.

Aus Sicht der Heid/innen verkörperte die Göttin Erde und Natur: Mutter Erde, Mutter Natur.
Wurde die Natur zerstört, kam das der Schändung ihrer Gottesmutter gleich.

Heidnische Feste, Myterienspiele und Kultdramen wurden christianisiert und verfremdet:
Fronleichnam war ursprünglich ein Fest der schwangeren Muttergöttin. Ihr Baby wird sie zu Weihnachten gebären.
Zur Sommersonnenwende wurde die Mutter-Göttin ebenfalls gefeiert. Ihre Fruchtbarkeit ist bereits sichtbar.
An Mariä Himmelfahrt (15. August) wurde die Getreidegöttin verehrt. Das Getreide wurde geschnitten, Ein im Norden wie im Süden bekanntes Kultdrama um den Tod des Sohn-Geliebten der Großen Göttin wurde aufgeführt.
Ähnliche Feiern gab es zur Herbst-Tag-und-Nachtgleiche.
Das Winterfest war ein Weihe-Fest, an dem sich alle drei Aspekte der Großen Göttin begegneten.

 

Exkursion

KRAFTORTE AUFSUCHEN

Wir werden ausgewählte Orte aufsuchen, die einst einer Göttin geweiht waren.
Dort legen wir eine kreative Pause ein, um dem Ort zu begegnen durch

In den Vorträgen werden wir folgenden Fragestellungen begegnen:

KRAFTORTE AUFSPÜREN

Es heißt, an Kraftorten ist der Fluss zwischen Erde und Kosmos besonders stark.
Wir sprechen von Geomantie, Leylinien, Magnetwellen u.ä..
Unsere Vorfahren sprachen von Feen, Nymphen, Nixen, Elfen, Elben, Engeln, Gnomen, Riesen und Zwergen, die dort lebten.

Fantasieren ist erlaubt.

Meditation heißt, sich auf eine Stimmung einlassen, die eigenen Gefühle zulassen und ihnen nachspüren.
Meditation ist eine Form des Reisens.
Die Formen der Meditation sind vielfältig: Yogasitz, Joggen, Beten, Träumen, Atmen.
Auch Kunst ist eine Form der Meditation – eine Form des Gebetes, würden die Alten sagen.

Wir lassen uns auf die Stimmung ein, lassen die eigenen Gefühle zu und spüren ihnen nach.
Mit den vor Ort gefundenen Naturmaterialien setzen wir das Erfahrene kreativ um (Skulptur).
Unser "Werk" überlassen wir dem Ort, an dem es entstanden ist.
 

KRAFTORTEN BEGEGNEN

Orte der Großen Göttin vom Einrich bis zur Lahn gibt es mehr, als wir denken, z.B.:

Warum machte der Limes einen Bogen um den Einrich?
 

Anliegen und Ziele:

Es geht darum eine Abgrenzung zu schaffen zu dem, was landläufig unter Spiritualität und Esoterik verstanden wird. Diese Abgrenzung beinhaltet, dass Fragen gestellt und keine Glaubensbekenntnisse gefordert werden.

Kreativität und Einfühlung soll geweckt werden. Wissen um die Rollen von Frau, Mann Göttin und Gott in unseren indigenen Vorkulturen kann uns helfen, unseren heutigen Umgang mit Natur, Erde und Mensch zu überprüfen. Eine emotionale Energiewende ist genauso so wichtig wie eine materielle.

Es geht darum, Bewusstsein für die Gleichwertigkeit der Pole in uns und um uns herum zu schärfen. Das können wir von den Alten lernen. Sie hatten dafür ein Ritual. Das hieß: Hieros gamos, „Heilige Hochzeit“. Darin ging es nicht um die sexuelle Paarung, sondern in erster Linie um die Verschmelzung der Pole, damit Ganzheit entsteht – und natürlich auch Leben.

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... der Weg zu uns

56370 Kördorf, Neuwagenmühle

 

... Kontakt

Tel. 06486/6686 (wenn keiner dran geht, bitte auf Anrufbeantworter sprechen) oder info(at)neuwagenmuehle.de oder diesen Link nehmen
Künstlergemeinschaft Neuwagenmühle e.V., 56370 Kördorf, Neuwagenmühle 1

 

... weitere Veranstaltungen

Weitere Veranstaltungen in unserem Veranstaltungskalender.

Kunst- und Musikveranstaltungen sind unter www.neuwagenmuehle.de zu finden.

 

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